Die Jünger Jesu haben sich die Hände schmutzig gemacht.
Für die Kirche heute hat das eine doppelte Bedeutung: eine katastrophale und eine zukunftsweisende.
1. Eine katastrophale: denn Mißbrauch in den verschiedensten Formen hat Hände schmutzig gemacht. Es geht nicht um Einzelfälle. Es geht um Häufungen, um systematische Vertuschungen usw.
Einen, vielleicht den entscheidenden Grund dafür nennt Papst Franziskus: "Klerikalismus". Ich möchte das verdeutlichen mit einem Zitat aus dem alten "Katechismus Romanus": Es sei "nicht unbillig.., dasss die Bischöfe und Priester nicht allein Engel, sondern auch Götter genannt werden; weil sie die Kraft und die Herrlichkeit des unsterblichen Gottes an sich tragen."
Dieses Denken prägte seit dem Tridentinum leider bis heute viele. Es ist katastrophal, denn es schützt vor Hinschauen, es ermutigt Überdecken und Vertuschen.
Eigentlich ist klerikalistisches Denken seit dem II. Vatikanischen Konzil mit dem klaren Bekenntnis zur gleichen Würde aller im Gottesvolk - das in der Taufe bezeugt wird: du bist Priester, König und Prophet - obsolet. Aber ist es das wirklich?
2. Zu einer zukunftsweisende Form sich die Hände schmutzig zu machen lädt Papst Franziskus ein: zu den Menschen zu gehen, besonders zu denen, die für die Etablierten im Finstern stehen, in Liebe hinschauen und nicht mit einer Gesetzestafel in der Hand. Lieber tausendmal beschimpft zu werden als einen Menschen zu verlieren.
In der Nachfolge Jesu der einzige Weg.
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