2016-08-29

22. Sonntag i. J./C - Jesus war kein Revolutionär

Lk 14,1.7-14 besser: Lk 14, 1-14

Jesus war kein Revolutionär:
- er kritisiert die Autoritäten, aber er erkennt sie an.
- er kennt und befolgt die Gebote und er fordert andere dazu auf.
und vor allem:
- er war "nach oben" gut vernetzt (hier: Essenseinladung)

aber:
Wenn es darum geht, Menschen zu zeigen, dass sie vor Gott ihre Würde niemals verlieren, auch wenn sie krank sind oder aussätzig (dh. Sünder), auch wenn sie als Frauen geboren sind oder als Ungläubige....
dann: "überspringt er Mauern", verletzt Gebote (bei dieser Bibelstelle das Sabbatgebot) oder macht sich unrein.
Und das öffentlich und nicht im Nebenzimmer; denn es ist seine Verkündigung.

Diesen Mut, diese Selbstsicherheit, diese Leichtigkeit wünsche ich uns allen!

2016-08-22

Wegschauen



"Wegschauen", ein Werk von Peter Wiener im überaus sehenswerten Kreuzweg am Berg zur Kirche St. Georgen bei Salzburg

2016-08-13

20. Sonntag i. J./C - das Herz ist ein Organ aus Feuer

Ich zitiere aus dem  Film "Der englische Patient" - frei übersetzt  -:
"Liebende sind zärtlich, ungeduldig und sie machen viel kaputt; denn das Herz ist ein Organ aus Feuer."

Dieses Feuer der Liebenden meint Jesus - der zärtliche - in der heutigen Schriftstelle aus dem Lukas-Evangelium.
Und er denkt an das Feuer des brennenden Dornbusch mit der Offenbarung Gottes: Ich bin da - für die Menschen.
So offenbart er sich auch - als Feuer, als leidenschaftlicher und zärtlicher Liebhaber, der nichts zerstören will.
Nicht einmal der lumpige Dornbusch verbrennt.

Und was folgt: Enttäuschung, denn nicht Frieden bringt diese Botschaft, sondern Spaltung.

2016-08-06

20. Sonntag i. J./C - Gutmenschen

Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter. 

Der Begriff Gutmensch wird in der Regel zur Denunziation verwendet. Man unterstellt ihm Blindheit und Dummheit, aber grenzenlose Hilfsbereitschaft.

Man kann Gutmensch aber auch vom oben zitierten Text aus dem Lukasevangelium her definieren: 
Er ist blind dafür, dass kein Mensch gut ist - er selbst am allerwenigsten.

Das ist eine Botschaft, die Angst macht; die Jesus Angst macht. 
Aber eine Botschaft, die gesagt werden muss und die Jesus auch sagt. 
Es ist keine frohe Botschaft. 
Die nur auszuhalten ist, wenn man - wie Jesus - glauben kann, dass der himmlische Vater in seiner Liebe zum Menschen nicht aufgeben wird.  




Engel queren


Achtung!

Engel queren deinen Weg!